Ausgestaltung

Diese Seite fasst die wichtigsten Eckpunkte der Ausgestaltung gemäss Studie Geschäftsarchitektur Digitale Verwaltung und E-Government zusammen.

Diese Ausgestaltung ist ein Vorschlag im Entwurfsstadium aus der Initialisierungsphase des Projekts. Die vollständige Studie befindet sich derzeit in der Vernehmlassung in den Direktionen.

Positionierung als zentrale Planungs-Disziplin

Die (Geschäfts-)Architektur ist eine zentrale übergreifende Planungsdisziplin.

Aus dieser Positionierung lassen sich verschiedene Anforderungen an die Architektur ableiten:

  • Ausrichtung am Leitbild sowie an den übergeordneten Grundsätzen, Zielen und Prinzipien
  • Abdecken der ganzen Breite von übergreifender Betrachtung bis hin zu spezifischen Bedürfnissen.
  • Bereitstellen von Strukturen («Landkarten»), die dem Portfoliomanagement die Abgrenzung von Vorhaben und Projekten ermöglichen.
     

Unterscheidung «strategische» und «operative» Ebene

Um sowohl die übergeordnete gemeinsame Zielsetzung und Ausgestaltung sowie die konkrete, dezentrale Bebauung wirksam zu adressieren, unterscheidet die Geschäftsarchitektur Digitale Verwaltung zwei Ebenen:

  • Strategische Geschäftsarchitektur
    Fokus auf Steuerungsgrundlagen, gemeinsamer Sprache, Abstimmung, Nachhaltigkeit sowie gewisse gemeinsame Kernelemente und damit auf das gesamthafte Vorantreiben der digitalen Transformation
  • Operative Geschäftsarchitektur
    Fokus auf der Bebauung in den Organisationen, der spezifischen Innovation der Fachbereiche, der Agilität und der Möglichkeit zu Experimenten und dezentralem Lernen.

Die folgende Abbildung visualisiert diese Unterscheidung anhand der Analogie mit dem Kantonalem Richtplan und der Bau- und Zonenordnung.

Gesamthafter Ordnungsrahmen

In Kombination von Positionierung als zentrale Planungsdisziplin und der Unterscheidung in strategische und operative Ebene ergibt sich der in folgender Abbildung gezeigte gesamthafte Ordnungsrahmen.

Governance

Ziele der Governance sind:

  • Frühe Entscheide bzw. Entscheide mit grosser Tragweite werden so gefällt, dass sie im Sinne der Organisation als Ganzes sind.
  • Ausgleich von dezentralen und übergreifenden Interessen
  • Vermeidung von nicht-optimalen ad-hoc Entscheiden auf Grund kurzfristiger Interessen, deren negative Auswirkungen zum langfristigen Schaden vieler Beteiligter sind.

Die folgende Abbildung zeigt die Ergänzung der Governance der «Digitalen Transformation» ergänzt um Governance-Rollen/Gremien für die Geschäftsarchitektur. 

Integration in HERMES-Projektablauf

Es wird vorgeschlagen, die Geschäftsarchitektur wie folgt in den HERMES-Ablauf zu integrieren:

  • In der Ideenphase (in der Abbildung als «Projektidee» bezeichnet) berät der Architekt DVE die Stammorganisation bzgl. übergeordneter Zielsetzungen, Standards, Architekturprinzipien, etc. sowie allfällig vorhandener guter Beispiele.
  • Auch in der Initialisierungsphase steht der Architekt DVE beratend zur Seite und kann so unterstützen, die lokalen Bedürfnisse mit der globalen Ausrichtung abzustimmen.
  • Der Abschluss der Initialisierungsphase ist geprägt durch die Variantenwahl, die mit Vorteil durch ein organisationseigenes Architekturboard abgestützt wird und – je nach Trag-weite der Architekturauswirkungen – auch über das strategische Architektur-Board DVE («SAB DVE») führt.
  • Die Interaktionen im weiteren HERMES-Ablauf hängen von den Architekturauswirkungen ab. In jedem Fall sollte es einen «Knowhow-Loop» zurück in die Sammlung übergreifender Anforderungen und guter Praxis geben.

Die genauen Details dieser Integration sowie die Unterstützung der Direktionen und Ämter sind in der Konzeptphase festzulegen.